Piercing

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Piercen & Schmucklehre nach europäischer und angegliederter Richtlinie 76/769/EEC und 94/27/EC sowie spezielle medizinische Pflege und Nachsorge von Piercings.
Bei Jugendlichen unter 18 Jahren piercen wir nur mit schriftlicher Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten bzw. des gesetzlichen Vertreters!

Neu bei uns: Zahnpiercing nur € 29,-

Bei jeglichen Fragen steht Ihnen unser geschultes Personal jederzeit zur Verfügung.

Grundsätzliches zum Piercing:

Piercing am Ohr: Loope, Targus, Fleshtunnel

Die Pistolentechnik sollte am Ohr bei anderen Stellen als dem Ohrläppchen nicht angewendet werden. Schließlich muß zeitweise sehr dicker Knorpel durchstochen werden, der bei der Pistolentechnik regelrecht zertrümmert und verdrängt würde. Mittels einer Hohlnadel kann auch direkt ein Ring gestochen werden.

Piercing durch den Nasenflügel

Oftmals wird für dieses Piercing die Pistolentechnik angewandt, die jedoch absolut nicht zu empfehlen ist. Die Hohlnadeltechnik wird als die bessere für Nasen-Piercing angesehen. Mit ihr können gleich gebogene Stifte oder Ringe gepierct werden, die angenehmer zu tragen sind als ein Schmetterlingsverschluß. Den Ring oder Stift sollte man nicht zu früh entfernen, weil Nasen-Piercings sehr schnell zuwachsen.

Piercing durch die Nasenscheidewand: Septum

Das Piercen wird durch das dünne Gewebe vor dem Knorpel der Nasenscheidewand vorgenommen. Auf keinen Fall sollte man das Loch mit einem Bolzenschußgerät machen lassen, denn das ist sehr schmwerzhaft und kann zu Verletzungen führen. Ein U-förmiger Stift wird so lange fast unsichtbar getragen, bis ein Ring oder St0ßzahn eingeführt werden kann. Dieses Piercing verheilt, wenn es gut gemacht ist, relativ problemlos. Die Stelle reagiert bisweilen etwas empfindlich auf Druck. Wenn die Wunde einmal verheilt ist, bleibt das Piercing als eines der wenigen lange Zeit ohne Schmuck bestehen. Es zieht sich zwar etwas zusammen, wächst aber nicht so schnell zu wie Piercings an anderen Körperstellen. Das Septum-Piercing blickt auf eine lange Tradition zurück, besonders die Ureinwohner von Indien, Afrika und Polynesien trugen diesen Körperschmuck.

Piercing durch die Lippe: Labret

Rund um den Mund kann man sich piercen lassen. Das richtige Labret wird in einem knappen Zentimeter unterhalb der Unterlippe getragen. Die Wunde verheilt normalerweise ohne nennenswerte Komplikationen, manchmal ist die Unterlippe ein paar tage geschwollen.

Piercing durch die Augenbraue

Ein Piercing durch die Augenbraue sollte nicht zu weit Richtung Augenbraue gesetzt werden. Die Pupillenmitte sollte also zur Nasenwurzel nicht überschritten werden. Das Haarsatzende der Augenbraue ist die beste Plazierung für das Piercing.

Piercing durch die Zunge: Tongue

Dieses Piercing muß sorgfältig durchgeführt werden. Das Bändchen darf nicht verletzt und genau die richtige Stelle muß getroffen werden. Im Gegensatz zu anderen Piercings wird hier nicht Haut, sondern ein Muskel durchstochen. Für das erste Zungenpiercing sollten Kugel-stäbchen verwendet werden, die mindestens ein Drittel länger sein müssen als die Zunge an ihrer dicksten Stelle. Das ist wichtig, weil die Zunge nach dem Piercen anschwillt und ein zu kurzer Stab die Kugel in die Zunge drückt. Zirka drei bis fünf Tage lang muß man mit einer stark angeschwollenen Zunge rechnen. Während dieser Zeit sollte man sich schonen und nur lauwarme, flüssige Nahrung zu sich nehmen. Nach zwei Wochen ist die Wunde in der Regel ganz verheilt, dann kann ein kürzerer Stift eingeführt werden. Das Zungenpiercing wächst nach dem Entfernen des Stiftes sehr schnell wieder zu.
SIEHE PFLEGEANLEITUNG > Zungenpiercing

Und wo noch ?

Nasenwurzel : Bridge:

Dieses Piercing ist sehr gefährlich, denn hier liegen viele Nervenenden. Vielfach wird der Piercing - Vorgang zwischen den Augen als unangenehm empfunden.

Achselhöhle:

Der Schmuck wächst schnell heraus.

Handweb: (Haut zwischen Daumen und Zeigefinger)

Heilung geht sehr langsam vonstatten, da die Hand immer bewegt wird und es schwierig ist, die Wunde ausreichend sauberhalten.

Allgemeine Hinweise nach Einsetzen des Schmucks

1. Die Heilzeiten für Piercings sind etwa:
Augenbraue 3-4 Wochen — Lippe 2-3 Wochen
Ohr 3-4 Wochen — Zunge 2-3 Wochen
Nasenflügel 3-4 Wochen — Brust 8-12 Wochen
Septum 4-… Wochen — Bauchnabel 3-4 Wochen
Intim Mann 4-8 Wochen — Intim Frau 2-4 Wochen

Während dieser Zeit sollte man sein Piercing stets wie angegeben pflegen. Meist tritt nach 2 - 3 Tagen ein weiß-gelbliches Wundsekret aus der Wunde aus; dieses verkrustet an der Luft. Verkrustete Ringe/Stege nie drehen, sondern diese erst mit gewaschenen Fingern reinigen.

2. Nach dem Piercen den Schmuck stets tragen (mindestens 6 Monate), ansonsten schließen sich die Stichkanäle binnen Stunden.

3. Nach dem Piercen sollten Sie während der Heilzeit auf Schwimmbad, Sauna, Schaumbäder, Leistungssport, Reisen und Solarien verzichten. Duschen ist kein Thema - ab dem zweiten Tag! Sollte dennoch Duschgel, Shampoo etc. auf die Wunde gelangen, einfach mit klarem Wasser darüberspülen.

4. Nach dem Piercen nicht zu frühzeitig die neuen Ringe mit Anhängern, Ketten oder ähnlichem belasten. Dazu müssen die Piercings wirklich einwandfrei ausgeheilt sein.

5. Bei Intimpiercings mindestens 14 Tage keinen Sex, da der Verkehr die Einstiche belastet und der Speichel infektionsauslösende Bakterien beinhaltet.

6. Um den Heilungsprozeß zu unterstützen sollten Sie die Hinweise unbedingt beachten und das Piercing mit kurzen Bädern mit antiseptischen Zusätzen oder Kamille-Lösungen, milder Baby- oder Arztseife, Salzwasser oder Urin pflegen.

7. Bitte folgendes erst nach dem vollständigen Abheilen des Piercings machen:
Nach dem Piercing setzen sich in den Stichkanälen schmutzbindende Fette und Talge ab. Sie sind deshalb etwa alle drei Wochen zu pflegen. Dazu nimmt man die Ringe und Stege heraus und spült die Öffnungen mit einer Seifen- oder Kamille-Lösung aus. Wenn Sie die Ringe/Stege wieder einsetzen wollen, cremen sie die Stelle vorher ein, dann geht es leichter.

Verheilschmuck:

Der Schmuck, der beim Piercing selbst zunächst eingesetzt wird, bezeichnet man als Verheilschmuck.

Er sollte folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • er soll eine möglichst hohe Biokompatibilität (=Körperverträglichkeit) besitzen
  • er soll gut zu pflegen sein, denn der Verheilerfolg hängt zu 80 % von der richtigen Nachsorge der Wunde ab

Wahl des richtigen Materials:

Titan:

Titan wird überall in der Medizin wegen seiner unübertroffenen Körperverträglichkeit geschätzt.
Allergische Reaktionen auf dieses Material sind uns bisher nicht bekannt. Dies wird auch immer wieder von den Dentaltechnikern, Zahnärzten, Chirurgen, Orthopäden etc. bestätigt, in deren Fachbereichen das Metall genau deshalb häufig eingesetzt wird. Die Gründe dafür sind mannigfaltig. So zeichnet sich Titan besonders aus durch Reinheit, Härte, Leichtigkeit, Korrosionsbeständigkeit. Es hat weiterhin einen hohen thermischen und elektrischen Leitwiderstand.
Der hohe elektrische Leitwiderstand birgt mehrere Vorteile: bedingt durch den Heilungsprozess entsteht in der Wunde sogenannte Wundsäure. Viele von uns kennen vielleicht den einfachen Versuch aus der Physik mit dem Apfel, in den zwei Metallstifte (Elektroden) eingesteckt werden. Schaltet man zwischen die beiden Stifte ein Amperemeter, kann man feststellen, dass hier ein winziger Strom fliesst. Das kommt daher, weil durch die in dem Apfel enthaltene Fruchtsäure ein sogenanntes galvanisches Element entsteht, in dem elektrische Ströme von einem zum anderen Pol fliessen.
Auf das Piercing übertragen bedeutet das: befindet sich irgendwo am Körper oder darin Metalle (z.B. Schmuck oder Zahnfüllungen) und verwendet man zum Piercing ebenfalls ein Metall, sind die dadurch entstehenden elektronischen Ströme umso höher, je geringer der Leitwiderstand der verwendeten Materialien ist. Hier sind also die edelsten Metalle wie Silber, Gold oder gar Platin während der Heilungsphase gar nicht so sehr zu empfehlen, denn deren besonders geringe Widerstandswerte werden bekanntlicherweise in der Elektronik sehr geschätzt.
Diese Ströme, die wir selbst nicht direkt wahrnehmen, können unter Umständen umliegende Nerven reizen, was zu Irritationen führen kann. Im Nasenbereich wären beispielsweise migräneartige Kopfschmerzen nicht ausgeschlossen. Der niedrige Wärmeleitwert hat in der Sauna oder unter dem Solarium einen angenehmen Effekt.
Bei Verwendung von Titan lassen sich also materialbedingte Komplikationen während der Heilungsphase auf ein Minimum reduzieren, die Heilungszeit dabei kürzer als mit anderen Werkstoffen halten.

Medizin- oder Chirurgenstahl, Implantatstahl:

(eigentlich eine Edelstahllegierung mit extrem niedrigem Nickelanteil)
Mit Chirurgenstahl gibt es ebenfalls relativ gute Erfahrungen. Er wird im Body-Piercing recht häufig eingesetzt.
Mit einem in der Apotheke erhältlichen Testset (von Hermal-Chemie) konnten wir in unserem Medizinstahlschmuck kein Nickel nachweisen, obwohl ein geringer Anteil wegen Härte und Korrosionsbeständigkeit vorhanden sein müsste. Dieses Nickel ist jedoch scheinbar derart fest im Kristallgitter gebunden, dass keine mit obiger Testmethode nachweisbare Abgabe von Nickelspuren nach aussen vorliegt.
Personen, die schon Allergieprobleme mit Metallen hatten, sollten Chirurgenstahl dennoch besser nicht wählen, denn oft reicht erfahrungsgemäß bereits die Anwesenheit der Allergieauslöser in unmittelbarer Körpernähe.
Materialbedingte Probleme sind in jedem Fall wesentlich häufiger als bei Titan, die Heilungszeit vergleichsweise länger.
Elektrische und thermische Leiteigenschaften sind ebenso wesentlich ungünstiger. Implantatstahl ist in seiner Nickelhaltigkeit geringer als Chirurgenstahl (316 L), daher problemlos einzusetzen und bisher gab es bei uns (Body-Art Galerie) keine Allergieprobleme.

Silber, Gold, Palladium, Platin:

Edelmetalle sollten in der Heilungsphase erst in dritter Linie eingesetzt oder eher vermieden werden. Zwar gibt es immer wieder Patienten, die damit gute Erfahrungen gemacht haben, jedoch empfehlen wir den beiden oben erst genannten Materialien den Vorzug zu geben.

Nach einer erfolgten Heilung bieten sich dann wieder mehr oder weniger alle Metalle (ausser, wenn spezielle Allergien vorliegen!) für die Fertigung von Körperschmuck an.

Spannringe:

  • Ball-Closure (=Kugelverschluß-Ring)
  • Bar-Closure (=Stiftverschluß-Ring)
  • Smooth-Segment (=Weichsegment-Ring)

BD-Ringe:

Der Ball-Closure-Ring ist ein einfacher Ring aus unterschiedlichsten Materialien, in der Regel aus einer speziellen und hochwertigen Edelstahllegierung (oft Medizinstahl genannt), darüber hinaus aus Silber, Gold, Palladium, Platin, Niobium oder Titan, bisweilen auch Kunstharz oder Holz.
Die Kugel -gleichzeitig der Verschluß- wird durch die Spannkraft der beiden Ringenden auf die Kugel selbst gehalten. Öffnen und Schließen erfolgt am einfachsten und sichersten mit einer handelsüblichen Sprengringzange, mit deren Hilfe man die Ringe leicht ein kleines Stück auseinander drücken kann.
Beim Öffnen der Ringe ist darauf zu achten, dass man lediglich gerade soviel wie nötig spreizt, um die Kugel herein- oder herauszudrücken. Der Spalt zwischen den Spitzen sollte stets im entspannten Zustand kleiner als der jeweils verwendete Kugeldurchmesser sein. Notfalls von Hand zusammendrücken.
Bei Verwendung von Zangen ist ein Umwickeln der Werkzeugspitzen mit Klebeband oder anderem Polstermaterial ratsam, damit der Schmuck nicht verkratzt wird.
Statt Kugeln kann man auch andere dafür in Form und Größe geeignete Objekte verwenden, wie z.B. kleine Walzen, Kegel, Würfel u.v.m.
Für die erste Zeit nach dem Piercing sollte jedoch die Kugelform wegen des formbedingt geringerem Infektionsrisiko bevorzugt werden.
Am Anfang ist eine Materialstärke von etwa 1,5 oder 1,6 mm ausreichend, um später auch mit anderen auf dem Markt erhältlichen Schmuckstücken wenig Probleme zu haben. Dünnere Materialstärken werden in der Regel überwiegend lediglich für die Bereiche Ohr, Lippe, Nase verwendet.
Ball-Closure-Ringe sind besonders zu empfehlen als Verheilschmuck, da sie leicht ohne Herausnehmen durch einfaches Drehen im Körper zu reinigen und zu desinfizieren sind. Der Bar-Closure-Ring besitzt statt der Kugel einen geraden Stift. Der D-Ring wird wegen seiner günstigeren Form vornehmlich für das Piercing der Brustwarzen eingesetzt.
Beide Formen sind als Erstlingsschmuck allerbestens geeignet.
Der Smooth-Segment-Ring, bei dem ein gebogenes Segmentteil mit dem gleichen Radius wie der Ring selbst den Spannkörper bildet, wird wegen der technisch bedingten Mindestmaterialstärke von normalerweise etwa 2,0 mm selten als Verheilschmuck eingesetzt.
Statt runder Ringe sieht man bisweilen auch dreieckige, quadratische oder solche mit anderen Formen, in die ebenfalls verschiedenerlei Verschlusselemente eingespannt sind. Runde Ringe sind wegen der für die Pflege günstigeren Oberflächenform immer als Verheilschmuck vorzuziehen.

Stifte mit schraub- oder steckbaren Elementen:

Barbell (=Hantel)
Bananabell (=gebogene Hantel)
Navel-Bananabell (=Bauchnabel-Bananabell)
Circular-Barbell (=runder Hantelring)
Labred-Studs (=Lippenstecker)
Tusks & Two-Sider-Spike (=Spieß)

Ein Barbell ist ein gerader Stift mit zwei an den beiden Enden schraub- oder steckbaren Kugeln. Es wird normalerweise erst nach Abschwellen und Ausheilen des Piercings individuell angepasst.
Barbells können dann in vielen Bereichen, wie Ohr, Brustwarzen, Septum, Handweb, Intimbereich etc. getragen werden.
Als Verheilschmuck (außer für die Zunge) nicht empfehlenswert, da es die Wundversorgung erschwert.
Ein Bananabell (ein leicht gebogenes Barbell) findet dort Anwendung, wo eine gebogene Form vorteilhafter zum Tragen ist, z.B. Augenbrauen, Bauchnabel, Intimbereich, Bereiche am gesamten Körper.
Als Erstlingsschmuck nicht üblich, da er die Wundversorgung erschwert.
Ein Navell-Bananabell als Sonderform ist ein speziell für den Bauchnabel entwickeltes Bananabell mit zumeist zwei verschiedenen großen Kugeln, wobei die dickere Kugel beim Tagen üblicherweise im Bauchnabel, die kleinere Kugel außerhalb sitzt. Wird normalerweise erst nach Abheilung individuell angepasst.
Als Erstlingsschmuck nicht zu empfehlen, da er die Wundversorgung erschwert.
Ein Circular-Barbell ist eigentlich ein schon fast ringförmig gebogenes Barbell.
Als Erstlingsschmuck in den meisten Körperbereichen sinnvoll, da gut zu pflegen.
Ein Labred-Stud ist ein Stift mit zwei Aufsätzen für den Lippenbereich. Die flache Platte an der einen Seite wird hierbei im Mundraum, das schraub- oder steckbare Element (Kugel oder andere Formen) außerhalb getragen.
Kann als Erstlingsschmuck bei entsprechender Länge verwendet werden.
Tusks oder Two-Side-Septum-Spikes (Spieße für die Nasenscheidewand) werden überwiegend für das Septum (=Nasenscheidewand) benutzt, finden ihre Anwendung aber auch z.B. am Ohrläppchen.
Als Erstlingsschmuck nicht zu empfehlen.

Pflegeanleitung:

Piercing am oder im Mundbereich:

Da es wahrscheinlich ist, daß es nach dem Piercen zu einer Schwellung des betreffenden Bereiches kommt, sollte die Stelle mit Eiswürfeln oder Eiswasser (aus Wasser oder Kamillentee) häufig gekühlt werden - mindestens 4-5 mal täglich. Den Bereich des Piercings sollte man zudem mindestens nach jedem Essen, Trinken oder Rauchen mit etwas Octenisept® einsprühen und mit einem Wattestäbchen vorsichtig nachreinigen. Auch muß nach dem Essen, Trinken und Rauchen besondere Mundhygiene beachtet werden. Zudem sollten täglich 5 Traumeel® Tabletten, über den gesamten Tag gesehen, eingenommen werden. (Auf die gepiercte Stelle legen, dort auflösen lassen und das Medikament schlucken).

Wichtige Verhaltensregeln:

In den ersten Tagen nach dem Piercen sollte man nichts Heißes, Scharfes oder Eiweißreiches zu sich nehmen.

Nach dem Piercen mindestens 12 Std. NICHT RAUCHEN, weil durch die offene Wunde Nikotin (Nervengift) in den Blutkreislauf gelangen kann.

Nahrung sollte in den ersten Tagen nach dem Piercen in flüssiger Form zu sich genommen werden (Suppen, Joghurt, Brei, Babynahrung).

Das geschraubte Schmuckstück (Barbell, Labret) muß regelmäßig auf festen Sitz kontrolliert werden.

Druckstellen durch den Schmuck nach einem Lippen- oder Lippenbändchenpiercing können zu Zahnfleischschwund führen, was ein Entfernen des Schmucks zur Folge haben kann.

Beim Piercen wird ein Ersteinsatzstecker verwendet, welcher aber nach 2-3 Wochen gegen einen kürzeren Stift (Barbell) gewechselt werden sollte, da es sonst zu Sprachstörungen (Lispeln) oder auch zu ausgebissenen Zähnen oder dergleichen kommen kann.

Auch sollte während der ersten 7 Tage (bei Zunge 14 Tage) nach dem Piercen auf Zungenküsse und/oder Oralverkehr verzichtet werden.

Piercing an anderen Stellen:

Nach dem Piercen ist Sauberkeit oberstes Gebot.

Entzündungen nach Bauchnabel- und Brustwarzenpiercings können im schlimmsten Fall Bauchfellentzündungen und bei Augenbrauenpiercing eine Gehirnhautentzündung nach sich ziehen! Außerdem kann es nach dem Einsetzen eines Augenbrauenpiercings zu einem Bluterguß am Ober- oder Unterlid kommen. Dieser ist harmlos und vergeht nach einigen Tagen.

Deshalb empfehlen wir Ihnen, die Verhaltensregeln zu befolgen:

Der vom Behandelnden nach dem Piercen angebrachte Verband ist ca. 24 Stunden lang dort zu belassen. Danach säubert man die Wundstelle(n) mit Wattestäbchen und klarem Wasser. Sollte der Verband mit Blut verklebt fest auf der Wunde haften, löst man diesen, indem man den Tupfer mit Wasser benetzt und ihn dann vorsichtig anhebt. Dann wird mit einem Wattestäbchen die Wunde und der Ring/Banane von Rückständen gesäubert. Der Ring/Banane wird danach vorsichtig mehrmals hin und her gedreht bzw. geschoben, um im Stichkanal evtl. vorhandenes Wundsekret herauszubefördern und um ein Festwachsen des Rings/Banane zu verhindern. Im Anschluß daran ist die Wunde nochmals zu säubern. Jetzt wird ein geeignetes Wundheilmittel (z.B. Octenisept®) aufgetragen.

Da sich innerhalb des Stichkanals neue Haut bilden muß, ist strengstens darauf zu achten, daß diese nicht verletzt wird. Darum sind mechanische Reizungen durch engsitzende Kleidung (Mützen, BH, Röcke, Hosen, Gürtelschnallen etc.) zu vermeiden. Bis zur endgültigen Verheilung können 10-12 Wochen vergehen (je nach Körperstelle). In den ersten 2-6 Wochen sollte nicht gebadet werden (duschen ist erlaubt und zu empfehlen). Schwimmen, Kontaktsport und Gymnastik sollten auch während dieser Zeit unterlassen werden.

Sollte es zu einer starken Entzündung im Bereich des Ringes kommen, die mit Sauberkeit und Wundlösung nicht zum Abklingen gebracht werden kann, muß der Ring eventuell entfernt werden.

Andere Schmuckstücke dürfen erst eingesetzt werden, wenn die Wunde vollständig verheilt ist und auch dann darf nur spezieller Piercing-Schmuck verwendet werden.